Handwerk

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Schleifutensilien für die Werkstatt
Mit Mehl und Wolle

Wer selbst Rahmen herstellt, der kommt am Schleifen nicht vorbei. Nicht nur das Holz muss bearbeitet werden, bevor es lasiert oder vergoldet werden kann, auch Glas bedarf ab und zu einer Schleifung. Da sind bestimmte Hilfsmittel unabdingbar. Wir stellen Ihnen Bimsmehl, Schwämme, Schleifpapiere und weitere Utensilien vor, die Ihnen die Arbeit erleichtern.

Das A und O für Schleifarbeiten ist natürlich das Schleifpapier. „Hier sollte man aufpassen, dass man keine Ware aus dem Baumarkt verwendet. Da halten die Schleifpapiere höchstens einen Schleifvorgang durch, danach hat man den ganzen Belag auf der Leiste,“ erklärt Gunter Krönes von Unikum Rahmenkunst in Kirchheim Teck. Der Galerist verwendet am häufigsten Trockenschleifpapier mit 60er und 80er Körnung. Beim Fachgroßhandel für Restaurierungsbedarf Deffner und Johann finden sich etliche Varianten von Schleifpapieren in verschiedenen Körnungen an. Sowohl Rollen mit einzelnen Pads von Feinschleifpapier für 29 Euro als auch einzelne Bögen von Hi-Tech Wasser-Schleifpapier für ein bis zwei Euro bietet der Großhändler an. Auch Schleifvliese hat Deffner und Johann im Angebot (2,95 Euro), sie sind äußerst handlich und effektiv und lassen sich beidseitig nutzen. Zudem besitzen sie durch die Möglichkeit der Reinigung eine lange Lebensdauer.

Bimsmehl und Bimssteine
„Für ganz feines Schleifen eignet sich Bimsmehl,“ berichtet Gunter Krönes. Die aus gasreicher Lava entstandene Gesteinsart wurde zu einem feinem Pulver gemahlen. Es dient als Schleifmittel für feine Schleifarbeiten, kann aber auch für Untergrundvorbehandlungen wie Entrosten, Glätten, Abschleifen alter Anstriche oder Ähnliches verwendet werden.
Auch Bimssteine eignen sich zum Schleifen, besonders für Stuckateure und Vergolder. Deffner und Johann bietet sie in Form von Riegeln an, die es in den Varianten hart mit einer Körnung von 500, weich, soft-grob (Körnung 180) und weich, soft-fein (Körnung 320) für jeweils 16,50 Euro gibt.



Schwämme und Wolle
Auch Schwämme und Stahlwolle eignen sich zum Schleifen und sind wertvolle Utensilien in der Werkstatt. Rostfreie Stahlwolle reinigt, schleift und poliert sogar im Nassbereich. Somit eignet sie sich ideal für den Nass- und Außenbereich und dient der perfekten Bearbeitung von kritischen Holz-, Metall- oder Steinoberflächen. 150 Gramm kosten um die sechs Euro beim Fachgroßhändler. Auch sogenannte Schleifschwämme werden im Fachhandel angeboten und helfen, die Leisten entsprechend zu bearbeiten. Will man beispielsweise noch Glaskanten bearbeiten, so empfiehlt sich ein Schleifpad. Lion bietet einen für 16,44 Euro an, der mit Industriediamantenstaub beschichtet ist. Dieses extrem harte Abriebmittel wurde auf Nickelrillen galvanisiert, die in einem speziellen verwobenen Muster angeordnet sind. Auch Rinaldin und Leha haben einen Diamant-Schleifschwamm zum Schleifen des Glasrandes oder zum Ausbessern unregelmäßiger Schnitte im Angebot. Er eignet sich außerdem zum Schleifen von Rahmenecken aus rohem Holz und ist für 18 Euro (bei Rinaldin) bzw. 17,45 Euro (bei Leha) zu beziehen.



Abstauben am Ende
Hat man den Schleifvorgang erledigt, so benötigt man ein Hilfsmittel zum Abstauben. Um die groben Rückstände zu beseitigen, greift man am besten zur Bürste. Leha hat einen Abstäuber im Sortiment, der sich bestens zum Entfernen von Staub, Schmutz und Flusen eignet. Seine hellen, reinen Borsten sind vulkanisiert. Der kleine Besen beträgt eine Gesamtlänge von 16 cm und kostet 5,45 Euro.
Für den feineren Schmutz sind entweder Baumwolltücher ohne Fussel und Fasern oder Mikrofasertücher perfekt. Die Großhändler haben auch dazu die entsprechenden Produkte: Lion bietet zum einen ein Stabbindevlies der Firma 3M an. Dabei handelt es sich um eine verbesserte Variante der herkömmlichen Staubtücher. Es besteht aus 4 mm starkem Vliesgewebe, das mit einem abziehbaren Papierdeckblatt versehen ist. Die Fasern haben eine leicht klebrige Beschichtung, die den Staub anzieht und bindet. Dabei sollte die zu reinigende Oberfläche mit ebenmäßigem und sanftem Druck mit dem Vlies abgewischt werden. Das Ergebnis ist eine staubfreie Oberfläche, die kaschiert, laminiert oder sogar bemalt werden kann. Zwei Stück sind für 3,72 Euro, zehn Stück für 12,66 Euro zu bestellen. Zudem vertreibt der englische Großhändler ein Mikrofasertuch. Der dicke Stoff ist sehr weich und mit einem Zickzackrand versehen. Das Tuch kann sowohl im trockenen oder angefeuchteten Zustand verwendet werden und kostet 2,34 Euro (24 x 17 cm) bzw. 4,68 Euro (24 x 35 cm). Auch Leha hat sowohl ein Staubbindetuch als auch ein Mirkofasertuch in seinem Sortiment. Erstes besteht aus weichem, festen Vliesmaterial und ist mit geringer Klebekraft ausgestattet. Im Format 18 x 47 cm ist es im Zehnerpack für 6 Euro zu beziehen. Zweites ist das ideale Tuch zum absolut streifen- und fusselfreien Reinigen ohne Chemikalien. Zudem ist es bei 60 Grad waschbar und kostet bei einer Größe von 38 x 40 cm pro Stück 3,35 Euro.

Hilfe bei der Handarbeit
Wer viel zu Schleifen hat, dem sei eine manuelle Schleifmaschine empfohlen. Zum Ausschleifen des Falzes bieten sich Dreieck-Schleifmaschinen, sogenannte Deltaschleifer an. Bosch bietet bereits ab 36 Euro eine kleine Version davon an. Größere Maschinen mit umfangreicherem Zusatzmaterial steigen dann schnell auch im Preis an. Die Perfektionierung und das Schleifen des 45 Grad-Schnittes bei der Gehrung bekommt man damit allerdings nicht hin. Hierfür eignen sich spezielle Schleifmaschinen. Sie bestehen aus einer Fläche und einer Scheibe mit Steueroberfläche, um den genauen Winkel einzustellen. Rinaldin bietet davon zwei Modelle an.

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